Das Russische Nationalballett aus Moskau

Schwanensee am 07. Januar 2022 live im Rosengarten Mannheim
Ein überragendes Meisterwerk voller Poesie, Anmut und Eleganz

Klassisches Ballett – woran denken Sie zuerst? In neun von zehn Fällen sagt die Statistik, entsteht vor dem geistigen Auge ein Bild von zierlichen Tänzerinnen in weißen schimmernden Tutus, die Gesichter von weißen Federn umrahmt, ein nobler Prinz, der sich in ein Traumwesen verliebt. Unwissend woher und doch immer wieder dasselbe Bild aus Schwanensee. Diese eine Vorstellung verkörpert das, was klassisches Ballett ausmacht – auch im Zeitgeist von heute. Am 07. Januar 2022 präsentiert das RUSSISCHE NATIONALBALLETT AUS MOSKAU im Rosengarten Mannheim mit SCHWANENSEE eben diesen Klassiker. Ein weiteres Meisterwerk voller Poesie, Anmut und Eleganz.

Über 100 Jahre unangefochtene Popularität beim internationalen Ballettpublikum wie kein einziges anderes Werk aus dem klassischen Repertoire. Ein überragendes Meisterwerk seiner Gattung. „Nach Schwanensee kann man süchtig werden. Wer Schwanensee nicht kennt, kann Ballett erst gar nicht verstehen.“ sagen Ballettkritiker. Die Uraufführung von Schwanensee 1877 im Bolschoi-Theater in Moskau war ein völliger Reinfall. Eine miserable Choreographie und eigenmächtige Veränderungen der eitlen Ballerina haben das große Werk von Tschaikowsky fürs erste aus der Öffentlichkeit wieder verschwinden lassen. Erst 1894 in St. Petersburg wurde ein neuer Anfang mit Schwanensee anlässlich einer Gala zu Ehren des Komponisten gewagt. Das Publikum war begeistert.

Im folgenden Jahr haben Marius Petipa (1. und 3. Akt) und Lew Iwanow (2. und 4. Akt) das gesamte Werk choreographiert. Die Aufführung wurde wiederum zu einem rauschenden Erfolg. Und so blieb es bis heute. Wenn Petipa den Verstand des russischen Balletts verkörperte, dann ganz gewiss auch sein Herz und seine Seele. So ist der anhaltende Erfolg von Schwanensee durchaus kein Zufall, auch durch Tschaikowskys Botschaft von der Kraft der Liebe, die den Tod überwindet, indem sie sich für den Geliebten aufopfert. Iwanow wird mit dem zweiten Akt  zum entscheidenden Wegbereiter des sinfonischen Balletts.

Es gilt fürs Ballett überhaupt und für Schwanensee im Besonderen: Liebe und Sehnsucht, Einsamkeit und Eifersucht, Wut, Schmerz und Glück – all die großen Empfindungen sind mit der Körpersprache so inbrünstig und überdimensional darzustellen, wie man es dem gesprochenen Wort niemals abnähme. „Wenn ich mit Worten ausdrücken könnte, was ich verspüre, brauchte ich nicht zu tanzen.“ So hat es die berühmte Margot Fonteyn in wenigen Worten zusammengefasst.

Der Inhalt von Schwanensee ist eigentlich ein ganz einfaches Märchen. Ein junger Fürstensohn soll heiraten, um die Dynastie zu erhalten. Prinz Siegfried verliebt sich aber leider nicht in eines der vorgesehenen jungen Damen, sondern in ein zauberhaftes fremdes Mädchen, der er ewige Treue schwört. Die wunderschöne Odette ist jedoch mit einem bösen Zauber belegt und darf nur nachts für wenige Stunden menschliche Gestalt annehmen. Der Magier lässt daraufhin seine eigene Tochter in der Gestalt von Odette zu einem Fest auf dem Schloss erscheinen, um den Prinzen zu täuschen. Der verblendete Prinz bricht ungewollt sein Treueversprechen. Als er dies erkennt, erbittet er Vergebung, die ihm auch gewährt wird. Am Ende besiegt er sogar noch den bösen Zauberer selbst, sodass der Triumph der Liebe vollkommen wird.

„… mit der schwebenden Leichtigkeit und Eleganz von Porzellanfigürchen machten die Balletteusen und Tänzer die exakte Arbeit und athletische Strenge vergessen, die hinter der Aufführung steckt. Mit exaktem Flügelschlag entführte das Russische Nationalballett die Zuschauer in eine Welt der Schwerelosigkeit und Poesie. Das Publikum erlebte dank des bravourösen Einsatzes und der Ausdrucksstärke des Russischen Nationalballetts eine tanztechnisch brillant angelegte Bewegungssinfonie …“ (Süddeutsche Zeitung)

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Mannheim

Rosengarten

Fr, 07.01.2022 - 19:00 Uhr