Alexis Sorbas

Miroslav Nemec und Orchístra Laskarina machen Lust auf’s Leben

Wenn der großartige Miroslav Nemec mit seiner Bühnenpräsenz den vor Lebensfreude sprudelnden Freigeist Alexis Sorbas verkörpert, werden Bilder vom blauen Meer, dem Himmel und der Sonne Kretas lebendig. Vor einer reduzierten Kulisse und begleitet von der wunderbaren Musik des Orchístra Laskarina zieht der Verwandlungskünstler das Publikum allein mit seiner Stimme und Gestik in seinen Bann. Mit jedem Wort wird die Sehnsucht größer, dem Titelhelden zu folgen: das Leben lieben und den Tod nicht fürchten.

Auf Grundlage des Romans von Nikos Kazantzakis hat Regisseur Martin Mühleis ein durchkomponiertes Bühnenstück für einen Schauspieler und Musikensemble geschaffen, und damit eine Paraderolle für Miroslav Nemec, den „Tatort“-Kommissar und zweifachen Grimme-Preisträger. „Ist es nicht wunderbar, wie der Ich-Erzähler von Sorbas erfährt, dass selbst Scheitern Genuss sein kann? Man scheitert nie so, dass es wieder von vorne losgeht.“ Für Miroslav Nemec ist die Geschichte ein großes Bild für unser Leben und einehochaktuelle europäische Parabel.

Zu den unvergänglichen Klängen des Sirtaki wirft der Schauspieler schließlich das Jackett in die Ecke und setzt zum Tanz an. Dabei erfüllt eine Energie den Raum, die wie die Melodie noch lange nachklingt.

“Dem Sog der Erzählung kann sich keiner entziehen”
Stuttgarter Nachrichten

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