Ulrich Tukur & die Rhythmus Boys

In ihrem brandneuen Programm „Grüß‘ mir den Mond!“ unternehmen Ulrich Tukur & die Rhythmus Boys am 11. März 2018 in der Stadthalle Heidelberg eine abenteuerliche Reise ins mondbeschienene Herz der Musik. Sie führen uns in den Abgrund der Melodie, den Tiefsinn der Harmonie, den Wahnsinn des Kontrapunkts und der Bitonalität, den Irrsinn des kryptometrischen Rhythmus sowie den betörenden Feinsinn der Aleatorik. Im Zusammenwirken all dieser Ingredienzen entsteht ein subtiles musikalisches Gespinst, wie es so noch nie auf einer Bühne dieser Welt zu hören war.

Im Mittelpunkt dieser Reise steht der Mond, der von Mythen und Legenden umrankte Himmelskörper, der die Menschheit von jeher in seinen Bann zieht. Mit Swing-Klassikern, deutschen Schlagern und Eigenkompositionen widmen sich Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys unserem Erdtrabanten, der auf seiner täglichen Bahn nicht nur das Wetter und die Gezeiten beeinflusst, sondern auch die Liebe und den Schlaf. In der ihm eigenen Art wird das Quartett diese Musik neu interpretieren, oder wie es Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys selbst formulieren: „Kostbare Neuigkeiten in kurioser musikalischer Gewandung werden Sie ebenso begeistern wie das ein oder andere Elaborat aus jenen fernen Tagen, an denen unsere einzigartige Formation die Welt der Musik zu verblüffen begann.“

Da wäre zum Beispiel die nach langer Suche in diversen Archiven wiederentdeckte Swing-Fassung eines legendären Titels der Rolling Stones. Oder ein Lied aus dem Jahr 1931 (Text: Gus Kahn, Musik: Wilbur Schwandt, Fabian Andre) mit dem Titel „Dream a little dream of me“. Bekannt wurde dieses Lied durch eine Fassung von „The Mamas and the Papas“ aus dem Jahr 1968. Die Band lässt zudem die Ur-tonale Version von „Caravan“ (geschrieben von Juan Tizol, arrangiert von Duke Ellington) aus dem Jahre 1936 erstmals wieder live erklingen. Wie bei den Rhythmus Boys üblich darf das Publikum mit vollem Körpereinsatz rechnen.

Glenn Millers zauberhafte „Moonlight Serenade“ aus dem Jahr 1931 (Musik: Glenn Miller, Text: Mitchell Parish) wird ebenso zu hören sein wie das sternschnuppenartige „Moonglow“ (Musik: Will Hudson, Irving Mills, Text: Eddie DeLange), welches von Joe Venuti 1933 zum ersten Mal aufgenommen wurde, u.a. Cab Calloway und Benny Goodman taten es ihm später nach. Eine Perle der Nacht, nämlich „Harlem Nocturne“ (Earle Hagen/Dick Rogers) haben die Rhythmus Boys bereits auf Ihrer LP „Wunderbar, dabei zu sein“ aus dem Jahr 2001 verewigt. Ein weiterer nächtlicher Klassiker ist Cole Porters „Night and Day“. Der Legende nach soll Ulrich Tukur den Komponisten bei einer nächtlichen Taxifahrt im Jahr 1932 zu diesem Lied inspiriert haben.

Das einst von Ilse Werner so unvergessen eingesungene deutsche Chanson „Mit der letzten Straßenbahn“ (Musik: Adolf Steimel, Text: Hans Fritz Beckmann) aus dem Jahre 1943, der Jazzfox „Fanlight Fanny“ von George Formby (1935), dargeboten mit deutschem Text von Michael Kleiber (1997) und Ulrich Tukurs Eigenkomposition vom dämonischen Schlachter „Willy Williams“ (2001) begleiten den Zuhörer neben vielen anderen musikalischen Meteoriten auf seiner Reise zum Mond.

Ulrich Tukur (Gesang, Klavier, Akkordeon), Ulrich Mayer (Gitarre, Ukulele, Gesang), Günter Märtens (Kontrabass, Gesang, Tanz) und Kalle Mews (Schlagzeug, Geräusche, Gesang) erwarten ihr Publikum gut frisiert und nächtlich gekleidet. Ihr Versprechen geht über die meisterhafte Aneinanderreihung von wohlklingenden Noten weit hinaus. Originalton Tukur: „Die dekorative physikalische Erscheinung unserer vier Klang- und Schwingungserzeuger unterstreicht erhöhend ein akustisches Erlebnis, das einen Paradigmenwechsel in der Welt gehobener Unterhaltungsmusik darstellt, wie er seit der Verdrängung des Bombardons durch den Kontrabass nicht mehr zu erleben war!“

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Heidelberg

Stadthalle

So, 11.03.2018 - 19:00 Uhr

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